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Marcumar


Der Marcumarpatient

Der erste Schock:

Ihr Arzt teilt Ihnen mit, dass Sie lebenslang ein Blutgerinnungsmedikament einnehmen müssen. Für den ersten Moment ein Schock für Sie, mit der Frage:

was kann ich tun
muss ich meine Lebensweise umstellen
muss ich meine Ernährung umstellen

Fragen über Fragen
Ihr Arzt und wir als Schulungszentrum helfen Ihnen weiter.

Was ist Blutgerinnung ?

Unser Blut ist ein "besonderer Saft" und zirkuliert ständig in unserem Körper. Es versorgt alle Organe mit lebenswichtigen Nährstoffen und Sauerstoff. Es führt die bei der Verbrennung entstandenen Schlackestoffe ab, und besitzt außerdem unter bestimmten Bedingungen die Fähigkeit zu gerinnen.
Stellen Sie sich vor, Sie verletzten sich und haben eine blutende Wunde . Nach kurzer Zeit hört die Wunde auf zu bluten, dies geschieht weil das Blut gerinnt und dadurch die Wunde verschlossen wird. Dieser Schutzmechanismus verhindert, dass Sie verbluten, jedoch kann sich dieser Schutzmechanismus unter bestimmten Voraussetzungen (Erkrankungen) ins Gegenteil verwandeln.
In diesem Falle kann sich ein Gefäß durch einen Blutspfropf verschließen. Wird dieser durch den Blutstrom weggerissen so kommt es zur gefürchteten Embolie, so dass im nachfolgenden Arial kein Blut mehr fließt und es entsteht die oft lebensbedrohliche Embolie.
Durch das gerinnungshemmende Medikament das Ihr Arzt Ihnen verordnet hat, versucht man deshalb schon die Entstehung einer Thrombose und damit auch die der Embolie zu vermeiden.

Blutgerinnung Gerinnungshemmer ?

Antikoagulanzien sind Gerinnungshemmer sie verzögern die Blutgerinnung, die dadurch jedoch nie ganz aufgehoben wird. Sonst würde man im Verletzungsfall verbluten.
Die Dosierung bestimmt wie stark oder schwach die Gerinnungshemmung ist z.B. ein INR - Wert von 2,0 bedeutet die Gerinnungshemmung hat sich gegenüber eines Gesunden verdoppelt.
Die Wirkung des Gerinnungshemmers muss durch regelmäßige Kontrollen (mindestens einmal wöchentlich) der Thromboplastinzeit überwacht werden. Eine ausgewogene Therapie ist nur dann gewährleistet, wenn die Blutungszeit weder zu stark noch zu schwach gehemmt wird.

Die Einnahme des Medikaments:

Die Dosis des Gerinnungshemmers legt Ihr Arzt fest. Selbstverständlich müssen Sie die vom Arzt verordnete Menge "Jeden Tag nach Plan einnehmen".
Ihr Arzt hat während der Einstellzeit die notwendige Menge an Tabletten durch regelmäßige Kontrolluntersuchungen festgelegt.
Legen Sie sich einen Zeitplan fest, an dem Sie die Tabletten jeden Tag einnehmen wollen. Bewahren Sie Ihre Tabletten an einer Stelle auf, an der Sie jeden Tag daran erinnert werden.

Eine wichtige Anmerkung !

Sollten Sie einmal die Einnahme vergessen haben, so nehmen Sie auf keinen Fall am nächsten Tag die doppelte Menge ein.
Dies kann zu vermeidbaren Blutungskomplikationen führen.
Wenden Sie sich in diesem Falle vertrauensvoll an Ihren Arzt, er sagt Ihnen was zu tun ist. Ändern Sie auf keinen Fall die von Ihrem Arzt festgelegte Dosis nach oben oder unten selbstständig ab, bevor Sie eine Schulung hatten.

Wie kontrolliere ich meine Werte ?

Ihr Arzt übergibt Ihnen einen Antikoagulanzienpass in den die Kontrolltermine eingetragen werden. Bis zu einer Selbstmessung legt Ihr Arzt die wöchentlichen Kontrolltermine fest. Halte Sie diese Termine bitte sorgfältig ein.
Auch kann Ihnen der behandelnde Arzt ein Selbstmessgerät verordnen. Dies erfordert allerdings eine Schulung, damit Ihre Krankenkasse die dafür anfallenden Kosten übernimmt.



















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